Kapitel 3 – Der erste Zugang zu Claude
Was lernst du in diesem Kapitel
Du legst dir ein eigenes Konto bei Claude an, meldest dich an und wieder ab. Du erfährst, welche Angaben dafür nötig sind und welche nicht, was der Unterschied zwischen kostenlos und bezahlt ist, und wo die Einstellungen liegen. Am Ende dieser Stunde hast du einen eigenen Zugang, den du jederzeit wieder benutzen kannst.
Die Kundenkarte
Ein Konto im Internet ist wie eine Kundenkarte im Geschäft. Beim ersten Besuch füllst du einmal ein kleines Formular aus. Danach musst du beim Betreten nur noch die Karte zeigen, und das Geschäft weiß: Das bist du, das sind deine bisherigen Einkäufe.
Bei Claude ist die Kundenkarte deine E-Mail-Adresse. Du füllst einmal ein kurzes Formular aus, und danach zeigst du bei jedem Besuch deine E-Mail-Adresse vor. Claude merkt sich unter dieser Adresse deine bisherigen Gespräche, damit du sie später wiederfindest.
Das Besondere bei Claude: Es gibt kein Passwort. Statt eines Passworts schickt dir Claude bei jeder Anmeldung eine E-Mail mit einem Anmeldelink. Du klickst auf den Link, und schon bist du drin. Das ist so, als würde der Laden dir bei jedem Besuch einen Einmalschlüssel per Post schicken, nur dass die Post in wenigen Sekunden ankommt. Du musst dir also nichts merken. Du musst nur an deine E-Mails kommen.
Alternativ kannst du dich mit einem Google-Konto anmelden, falls du eines hast (wer eine Gmail-Adresse hat, hat ein Google-Konto). Dann übernimmt Google das Vorzeigen der Kundenkarte.
Falls du Kapitel 2 nicht gelesen hast, zwei Wörter, die gleich vorkommen: Der Browser ist das Programm, mit dem du ins Internet gehst (bei Windows meist „Microsoft Edge", sonst „Google Chrome" oder „Firefox"). Die Adressleiste ist die lange Leiste ganz oben im Browser, in die du eine Internetadresse tippst.
Was du brauchst, bevor du anfängst
Eine E-Mail-Adresse, an die du herankommst. Am besten öffnest du dein E-Mail-Postfach vorher in einem zweiten Browser-Fenster oder in deinem E-Mail-Programm, denn gleich kommt eine E-Mail von Claude, die du öffnen musst.
Sonst nichts. Keine Bankverbindung, keine Kreditkarte, keinen Ausweis.
Zwei Zeilen zur Sicherheit: Beim Anlegen des Kontos wirst du nach deiner E-Mail-Adresse und deinem Namen gefragt. Wenn eine Seite beim Anmelden nach einer Kontonummer, einer Kreditkarte oder einer Ausweisnummer fragt, ist etwas falsch. Dann bist du entweder auf einer falschen Seite gelandet oder in einem Angebot für die bezahlte Ausgabe, das du einfach zuklicken kannst.
Schritt für Schritt: Das Konto anlegen
Die Bildschirme im Internet ändern sich immer wieder ein wenig. Wo hier ein Knopfname steht, kann er bei dir etwas anders heißen. Suche dann nach einem Knopf mit ähnlicher Bedeutung. Die Reihenfolge bleibt gleich.
- Öffne den Browser und klicke in die Adressleiste ganz oben. Tippe: claude.ai und drücke die Eingabetaste. Es erscheint die Anmeldeseite von Claude.
- Du siehst zwei Möglichkeiten: einen Knopf, der sinngemäß „Mit Google fortfahren" heißt, und ein Feld für deine E-Mail-Adresse. Wenn du ein Google-Konto hast und es nutzen willst, klicke auf den Google-Knopf und folge den Anweisungen von Google, dann kannst du zu Schritt 6 springen. Alle anderen machen mit Schritt 3 weiter.
- Klicke in das Feld für die E-Mail-Adresse und tippe deine E-Mail-Adresse ein. Achte auf das @-Zeichen (auf der Tastatur: die Taste „Alt Gr" rechts neben der Leertaste gedrückt halten und dazu die Taste Q drücken). Klicke dann auf den Knopf darunter, der sinngemäß „Weiter" oder „Mit E-Mail fortfahren" heißt.
- Claude zeigt dir jetzt eine Meldung, dass eine E-Mail an dich unterwegs ist. Wechsle in dein E-Mail-Postfach. Dort findest du innerhalb von ein bis zwei Minuten eine E-Mail von Claude. Der Betreff lautet auf Englisch „Secure link to log in to Claude.ai" oder ähnlich. Falls sie nicht da ist, schaue in den Ordner „Spam" oder „Junk", das ist der Ordner für unerwünschte Post, in dem manchmal auch erwünschte landet.
- Öffne die E-Mail und klicke auf den Knopf oder Link darin. Der Browser öffnet Claude, und du bist angemeldet. Falls in der E-Mail statt eines Links eine Zahlenfolge steht: Das ist ein Bestätigungscode, den du in das Feld bei Claude eintippst, das noch auf dem anderen Browser-Fenster wartet.
- Beim allerersten Mal fragt Claude dich noch nach ein paar Angaben: nach deinem Namen (mit dem Claude dich später anspricht) und nach der Bestätigung, dass du mindestens 18 Jahre alt bist. Möglicherweise kommen weitere Fragen dazu, etwa eine Bestätigung der Nutzungsbedingungen [prüfen: genaue Abfragen beim ersten Anmelden]. Fülle aus, was gefragt wird, und klicke auf „Weiter" oder „Fertig".
- Jetzt siehst du den Hauptbildschirm von Claude: in der Mitte eine Begrüßung und darunter ein leeres Eingabefeld, links am Rand eine schmale Spalte, in der später deine Gespräche aufgelistet werden. Geschafft. Das Konto ist angelegt.
Heute schreibst du noch nichts hinein. Das ist Thema von Kapitel 4. Wenn du es aber nicht abwarten kannst: Tippe einen Gruß in das Feld und drücke die Eingabetaste. Es passiert nichts Schlimmes.
Schritt für Schritt: Abmelden und wieder anmelden
Abmelden ist wie das Verlassen des Ladens: Danach kann niemand, der an deinen Computer geht, in deinem Namen weitermachen. Wenn du an deinem eigenen Computer sitzt, an den sonst niemand geht, kannst du auch angemeldet bleiben. Für einen Computer, den andere mitbenutzen, solltest du dich abmelden.
- Suche links unten am Bildschirmrand deinen Namen oder deine Anfangsbuchstaben in einem kleinen Kreis. Klicke darauf. Es öffnet sich ein kleines Menü [prüfen: Ort und Aussehen].
- In diesem Menü findest du einen Eintrag, der sinngemäß „Abmelden" oder auf Englisch „Log out" heißt. Klicke darauf. Du siehst wieder die Anmeldeseite vom Anfang.
- Zum Wiederanmelden gehst du genauso vor wie beim Anlegen des Kontos: Adresse claude.ai aufrufen, E-Mail-Adresse eintippen, den Link in der E-Mail anklicken. Beim Google-Konto: Google-Knopf anklicken. Das Konto muss nicht neu angelegt werden, Claude erkennt deine E-Mail-Adresse wieder und zeigt dir deine bisherigen Gespräche.
Was passiert, wenn du das Browser-Fenster einfach schließt, ohne dich abzumelden: Beim nächsten Aufruf von claude.ai bist du meistens noch angemeldet und landest direkt auf dem Hauptbildschirm. Das ist bequem, aber eben nur an deinem eigenen Computer sinnvoll.
Kostenlos oder bezahlt
Das Konto, das du gerade angelegt hast, ist die kostenlose Ausgabe von Claude. Damit kannst du alles machen, was in diesem Kurs vorkommt.
Die kostenlose Ausgabe hat eine Grenze: Wer an einem Tag sehr viel schreibt, bekommt irgendwann eine Meldung, dass er später weitermachen soll. Wo diese Grenze liegt, ändert sich immer wieder, deshalb steht hier keine Zahl [prüfen]. Für einen Brief, eine Erklärung und ein paar Nachfragen reicht sie nach aller Erfahrung aus.
Daneben gibt es bezahlte Ausgaben, zum Beispiel „Pro". Sie kosten einen festen Betrag im Monat und heben die Grenze deutlich an. Du wirst beim Benutzen von Claude ab und zu einen Hinweis darauf sehen, oft mit einem Knopf wie „Upgrade" (das englische Wort für „aufstufen"). Das ist ein Angebot, kein Zwang. Du kannst es jedes Mal wegklicken. Solange du nirgendwo eine Bankverbindung oder Kreditkarte eingegeben hast, kann dir nichts abgebucht werden.
Wenn du nach ein paar Wochen merkst, dass du Claude täglich nutzt und regelmäßig an die Grenze stößt, kannst du dir die bezahlte Ausgabe überlegen. Für den Anfang nicht.
Die Einstellungen: Einmal hinschauen
Hinter deinem Namen links unten verbirgt sich auch ein Eintrag „Einstellungen" (englisch „Settings"). Dort kannst du zum Beispiel deinen Namen ändern und die Sprache einstellen. Zwei Dinge sind dort für dich wichtig, eines davon jetzt, eines später.
Jetzt: die Einstellung zum Datenschutz. Claude fragt, ob deine Gespräche dazu verwendet werden dürfen, das Programm zu verbessern. Diese Einstellung findest du in den Einstellungen unter einem Punkt, der sinngemäß „Datenschutz" oder „Privacy" heißt, als Schalter mit einem Namen wie „Hilf mit, Claude zu verbessern" [prüfen: genauer Name und Ort]. Ob dieser Schalter bei dir an oder aus ist, siehst du an seiner Farbe oder Stellung. Wenn du nicht möchtest, dass deine Gespräche dafür verwendet werden, schaltest du ihn aus. Es gibt kein Richtig oder Falsch, es ist deine Entscheidung. Auch mit ausgeschaltetem Schalter werden deine Gespräche gespeichert, damit du sie wiederfindest, deshalb gilt weiter die Postkarten-Regel aus Kapitel 1.
Später: In den Einstellungen kannst du auch eine Dauerregel hinterlegen, also eine Anweisung, die Claude in jedem Gespräch beachtet, zum Beispiel „Antworte immer auf Deutsch und erfinde nichts". Das ist ein sehr nützlicher Handgriff. Wie du ihn machst, lernst du in Kapitel 5, wenn du erste Gespräche geführt hast und weißt, wozu er gut ist.
So geht es bei ChatGPT / Gemini
ChatGPT: Adresse chatgpt.com. Beim Anlegen des Kontos wählst du ein eigenes Passwort, das du dir merken musst, oder du meldest dich mit einem Konto bei Google, Microsoft oder Apple an. Notiere das Passwort an einem sicheren Ort.
Gemini: Adresse gemini.google.com. Du brauchst ein Google-Konto. Wer eine Gmail-Adresse hat, meldet sich einfach damit an, ein neues Konto ist nicht nötig.
Übung: Einmal raus und wieder rein (etwa 15 Minuten)
Wenn du die Anleitung oben durchgearbeitet hast, ist dein Konto angelegt und du bist angemeldet. Jetzt übst du das, was du künftig am häufigsten machen wirst: abmelden und wieder anmelden. Beim zweiten Mal geht es schon viel schneller als beim ersten.
Melde dich ab, so wie oben beschrieben. Schließe das Browser-Fenster ganz. Öffne den Browser neu, rufe claude.ai auf und melde dich wieder an. Schau dabei auf die Uhr: Wie lange hat es gedauert?
Dann öffne einmal die Einstellungen, schau dir die Datenschutz-Einstellung an und entscheide, wie sie stehen soll. Schließe die Einstellungen wieder.
Zum Schluss schreibe auf deinen Zettel aus Kapitel 1:
Mein Claude-Zugang: E-Mail-Adresse …………………………
Anmeldung über: E-Mail-Link / Google-Konto (Zutreffendes unterstreichen)
Wo finde ich die Anmelde-E-Mail, wenn sie nicht im Posteingang ist: Ordner „Spam" oder „Junk"
Diesen Zettel legst du zu deinen Computer-Unterlagen. Ein Passwort musst du nicht notieren, es gibt keines.
Was tun, wenn …
… die E-Mail mit dem Anmeldelink nicht ankommt? Erstens: Ein paar Minuten warten, manchmal dauert es. Zweitens: In den Ordner „Spam" oder „Junk" schauen. Drittens: Prüfen, ob du die E-Mail-Adresse richtig getippt hast, ein Buchstabendreher reicht. Dann bei Claude noch einmal auf den Knopf klicken, der die E-Mail erneut schickt. Wenn nach zehn Minuten nichts da ist, probiere den Weg über ein Google-Konto oder hole dir Hilfe.
… ein Fenster erscheint, das dich zu einer bezahlten Ausgabe einlädt? Das ist Werbung des Anbieters, keine Pflicht. Suche nach einem kleinen Kreuz, einem „Später", „Nein danke" oder „Mit der kostenlosen Version fortfahren" und klicke darauf. Wenn du nirgendwo eine Bankverbindung eingibst, wird dir nichts berechnet.
… Claude dich nach einer Handynummer fragt? Anbieter fragen beim Anlegen eines Kontos manchmal nach einer Handynummer, um sicherzugehen, dass du ein Mensch bist. Ob Claude das gerade tut, ändert sich [prüfen]. Wenn es gefragt wird: Die Nummer eingeben, dann kommt eine kurze Nachricht mit einer Zahlenfolge aufs Handy, die du bei Claude eintippst. Das ist üblich und unbedenklich. Bankdaten oder Ausweisnummer werden dagegen nie gefragt.
… du auf einer Seite gelandet bist, die nicht nach Claude aussieht? Schau in die Adressleiste. Dort muss claude.ai stehen. Wenn dort etwas anderes steht, schließe das Fenster und tippe die Adresse noch einmal selbst ein. Klicke nie auf Werbeanzeigen, die „Claude" versprechen, sondern tippe die Adresse immer selbst.
Zusammenfassung
Ein Konto ist deine Kundenkarte: einmal ein kurzes Formular, danach reicht die E-Mail-Adresse. Bei Claude gibt es kein Passwort, sondern bei jeder Anmeldung einen Link per E-Mail oder den Weg über ein Google-Konto, und außer E-Mail-Adresse und Name wird nichts Persönliches verlangt, schon gar keine Bankdaten. Die kostenlose Ausgabe reicht für diesen Kurs; in den Einstellungen entscheidest du selbst, ob deine Gespräche zum Verbessern von Claude verwendet werden dürfen.